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Unsere kleinen "Wollmonster"

Hallo, wir sind "Little Joe", "Ben" und " Hoss" und leben in einer Männer-WG. Wir mögen es den ganzen Tag zu fressen oder uns zu boxen.  Wenn euch interessiert wo wir herkommen, dann lest einfach unten weiter

 


Das Ouessantschaf, auch bretonisches Zwergschaf  genannt, ist die kleinste Schafrasse Europas. Ursprünglich stammt diese Schafrasse von der französischen Ile des Ouessant, einer rauhen und kargen Insel vor der bretonischen Westküste im Atlantik. Daher gilt diese Schafrasse auch als äußerst anspruchslos. Die frühesten schriftlichen Quellen die Schafe auf der Insel belegen stammen aus dem 17. Jahrhundert. In der Bretagne wurden seinerzeit Schafe nicht geschätzt; man benötigte nur die Wolle. Auf Ouessant waren die Tiere die meiste Zeit des Jahres völlig auf sich gestellt, d.h. die Schafe wurden ganzjährig ohne Stall gehalten. Der war, anders als auf dem Festland, nicht nötig, da es auf Ouessant keine Raubtiere gibt. Das Fleisch war sehr beliebt und hatte einen guten Ruf. Als Schlachtgewichte werden drei bis fünf Kilo genannt. Die Tatsache, dass früher sehr großwüchsige Böcke geschlachtet wurden und unterentwickelte Böcke zum Decken kamen, könnte eine Ursache für die geringe Körpergröße sein.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kamen erste Touristen auf die Insel und das Ouessantschaf kam auch auf dem Festland in Mode. Die Besitzer waren oft Adelige, die die kleinen Schafe zum Vergnügen bei ihren Schlössern hielten.

In sehr kurzer Zeit änderte sich der Schafbestand auf Ouessant. Die Schafe wurden mit anderen
Schafrassen gekreuzt und wurden deutlich größer und es gab auf der Ile de Quessant keine reinrassigen Quessantschafe mehr. Die aus Liebhaberei auf dem Festland gehaltenen Tiere blieben unter sich und wurden nicht mit fremden Rassen verpaart.

Ab ca. 1970 fand das fast völlig in Vergessenheit geratene Ouessantschaf neue Liebhaber.  Paul Abbé gründete 1976 die GEMO (Groupement des Eleveurs de Moutons d'Ouessant). Mit den Tieren der vier Ursprungsherden begann man die Erhaltungszucht.

Der heutige Bestand der Ouessantschafpopulation in Frankreich ist hauptsächlich auf drei Stämme zurückzuführen. Der Bestand Nord kam durch die große Distanz von 600 km zur Bretagne nicht ohne Einkreuzung anderer Rassen aus, weswegen man zwischen traditionellen Farben (schwarz und weiß), sowie modernen Farben (braun und schimmel) unterscheidet. Manch strenger Erhaltungszüchter zählt den Stamm Nord heute nicht mehr zu den reinen Ursprungsherden. Durch jahrzehntelange menschliche Selektion entwickelte sich aber dennoch Tiere, die die Kriterien des Rassestandards erfüllen.